Monatsarchive: Juni 2012

Und Herr Stefan Schulz ist schuld daran. In seinem heute in der FAZ veröffentlichten Artikel zu den Piraten und zu einer gestern gezeigten Dokumentation des NDR glorifiziert er „den Mann, der niemals Wahlen gewonnen hat“ Eppler als einen würdigen Kritiker der Piratenpartei, was an sich schon lächerlich genug ist. Weiterlesen

Forscher warnen – Rente mit 67 zu früh“ lese ich heute in einer Schlagzeile.
Mensch, das ist die Idee: Lasst uns die Rente mit 99 Jahren einführen. Als Prämie dafür, dass die Menschen sich bis dahin nicht kaputt gearbeitet haben. Rente mit 99 für alle!
Außer für Bundespräsidenten, die vor Korruptionsvorwürfen flüchten. Und Minister, mit ihren Teppichen und Kanzler, die ihr Amt an eine Pipeline hängen.
Alles aus Geldern der Rentenversicherung bezahlt. Es ist ja nicht so, als ob wir die Zahlungen der Arbeitnehmer tatsächlich für die Renten nutzen würden. Da zahlt man ein Arbeitsleben lang (wohl dem, der ein Arbeitsleben lang in Arbeit bleibt) und am Ende bekommt man eh nur Krümel. Wenn man überhaupt mal mit der Rente anfangen darf, natürlich.
Das alles ist die Konsequenz einer komplett fehlgeleiteten Politik. Schon in den 80er Jahren war klar, dass das Pyramiden-System, das wir „Rente“ nennen, scheitern würde. Doch das Geld verpulverte man lieber in Imagekampagnen („Die Rente ist sicher“) und erließ Gesetze, die viele, vor allem Besserverdienende (wie mich) vom Haken ließen und aus der Solidargemeinschaft herausnahmen.
Es ist dieselbe fehlgeleitete Politik, die es weiterhin erlaubt, das Rentenalter hochzuschrauben und Menschen, die 30 Jahre lang gearbeitet haben, mit einer absolut unzureichenden Versorgung alleine lässt, weil der Generationenvertrag von den Politikverwaltern an der Macht gekündigt wurde. Das Problem wird durch Hochsetzen der Altersgrenze höchstens hinausgeschoben, aber eben nicht gelöst.
Ich bin richtig wütend, wenn ich sehe, wie seit dreißig Jahren an den Symptomen herumgewerkelt und so die konstruktive Arbeit an einer langfristig funktionierenden Lösung verhindert wird. Das bestätigt meine Meinung, dass Politik seit 30 Jahren verwaltet aber nicht gestaltet.
Hier, wie auch sonst, sehe ich in der Politik der letzten 30 Jahren eine Abkehr davon, dass Politik für die Menschen und zum Wohle der Gesellschaft da sein sollte. Aber an den Menschen denken heutige Politiker wohl nur dann, wenn es um Wahlkampf und sonstige PR geht.
Ich bin mir sicher: Wenn der erste Gedanke bei einem Gesetzesvorhaben wäre, was es den Menschen Gutes bringt und wie es die Gesellschaft verbessert, dann wären wir einen gewaltigen Schritt näher an der Lösung. Das wäre das richtige Fundament, um sich an die Details zu wagen.
P.S.: Nein, eine Rente mit 99 ist keine Lösung, sondern eine sarkastische Übertreibung dessen, was von anderen stetig verlangt wird.
P.P.S.: Danke an die fleißigen Lektoren Astrid, Wolfgang, Klaus und Oliver für ihre Hilfe.

Nach dem Rücktritt von Christopher Lang von seiner Aufgabe als Bundespressesprecher der Piratenpartei Deutschland bin ich der Meinung, dass meine Arbeit als Stellvertreter mit dem noch vorhandenen Personal nicht mehr machbar ist. Criss hat die Arbeit mit Professionalität und konstruktivem Verhalten geprägt. Dieser immens wichtige Teil der Pressearbeit fällt jetzt weg.

Hier sehe ich zu meinem großen Bedauern einen Haufen gute Arbeit auf der Strecke bleiben. Gute Arbeit, die ich alleine nicht weiter führen kann und will. Sein Rücktritt hat mich dazu bewegt, meine Beauftragung als stellvertretender Pressesprecher der Piratenpartei Deutschland ebenso abzugeben.

Wir haben als Team seit Jahren gemeinschaftlich agiert und eine erfolgreiche Strategie mit dem ehemaligen Bundesvorstand für die Pressearbeit der PIRATEN erstellt. Seit dem Verlust von Gefion Thürmer und der Umstrukturierung des Bundesvorstandes, als auch der Presseleitung unter den Sprechern, ist von der bisherigen effektiven Arbeitsweise zu meinem großen Bedauern nur wenig geblieben. Viele Mitglieder der »Servicegruppe Presse« haben ihre Arbeit zurückgefahren, eingestellt oder das Team sogar ganz verlassen.

Ich bleibe jedoch der Pressearbeit in Bayern, im Bundesverband und wo auch immer meine Hilfe sonst gebraucht wird mit meinem ganzen Herzblut erhalten und freue mich, die LVs, die mich um Hilfe gebeten haben entsprechend zu unterstützen. Auch werde ich jeder professionellen Pressearbeit im Bund zur Verfügung stehen. So wie ich es seit 2010, fünf Bundesparteitagen und unzähligen Treffen, eigene wie fremde Interviews, eigene wie fremde Artikel und Pressemitteilungen getan habe.

Ich danke allen in der SG Presse, aber vor allem Criss, Volker, Gefion, Sebastian, Lena, Thomas und vielen anderen für ihre unermüdliche Arbeit, Tag und Nacht, 24/7.

Schönen Gruß
Aleks