Etablierte Parteien

Da geht sie hin, die Frau Merkel. Sie tut so, als ob sie die schwäbisch/artige Mutti aller Deutschen wäre. Als ob sie niemanden was Böses antun könnte und immer einen frischen Kuchen oder Kekse bereit haben würde.
Dabei ist jedes Rezept vergiftet, mit dem sie zu tun hat. Sie hat Deutschland noch tiefer in den Chaos und den Ruin geschoben, als Rot/Grün das schon taten.

Ein Landtagskandidat (Mein Fehler, Danke an Till) Sympathisant der Grünen schreibt ein Blog, in dem er analysiert, welcher Partei er die Stimme geben würde, und kommt zum erstaunlichen Ergebnis, dass er die Piraten nicht wählen würde. Ich wette, wenn ein Pöstchen winken würde, täte er das schon gerne, so wie ich die Grünen seit meiner Mitgliedschaft bei denen kennenlernen durfte.

Eine solche Ansammlung an Polemik seitens einer etablierten Partei konnte ich nicht unbeantwortet lassen. Hier mein Kommentar dazu, falls es auf seinem Blog zensiert wird. Seit den Abstimmungen zum JMStV in Thüringen und NRW wissen wir ja, dass die Grünen für Zensur sind.

Wie putzig!

Ich lese jetzt bei den Grünen die selben Argumente, die ich vor 20 Jahren als Mitglied der Grünen von den Etablierten ertragen musste – nur diesmal gegen die einzige progressive Partei in Deutschland: die PIRATEN.

Sehr geehrter Herr Simms, sie müssten nicht soviel Angst vor den Piraten haben, wenn die Grünen sich nicht FÜR AKW Laufzeitenverlängerung ausgesprochen hätten (Hamburg), FÜR Zensur (Thüringen, NRW) und vor allem FÜR Stuttgart 21 (Bundestag, Deutsche Bahn).

Die Grünen sind Teil des Systems geworden, das sie zu bekämpfen oder zumindest zu verändern vorgaben.

Schade eigentlich, die Grünen hätten so viel mehr werden können, jetzt sind sie nur eine weitere Partei, die auf Ämtern mehr gibt als auf politische Inhalte.
Aleks A.

Ach ja, und vergessen wir nicht, dass die Grünen das asoziale Hartz4 mit einführten und dass unter der Ägide eines Grünen Außenministers deutsche Truppen zum ersten Mal seit dem zweiten Weltkrieg außerhalb Deutschlands eingriffen.

Vorgeschichte: Durch einen Artikel auf der Süddeutschen, auf den mich ein Pirat aufmerksam machte, erfuhr ich von der Existenz des „Dahrendorffkreises“, die wohl letzte Bastion von sozialliberalen in der von NeoCons und NeoLibs verseuchten FDP. Als sozialliberaler in einer ebensolchen Partei sowie als politischer Geschäftsführer der Piraten in Bayern habe ich diesen Brief an die im Artikel erwähnten „Führungsperson“ geschickt. Das ist ein Monat her, und ich habe – fast erwartungsgemäß keine Antwort bekommen.
Schade aber auch.

Sehr geehrte Frau Gruß,

mit Freude lese ich in der Süddeutschen, dass Sie und andere Mitstreiter versuchen, die FDP wieder in liberale Gewässer zu bringen. Ein löbliches Unterfangen, hat Ihre Partei doch meines Erachtens längstens vergessen, was es bedeutet, liberal zu sein.

Interessiert nehme ich zur Kenntnis, dass der „Dahrendorfkreis“, den sie gegründet haben, sich „für eine Stärkung der Bürgerrechte, mehr Partizipation, bessere Bildung, ein weiterentwickeltes Europa und gegen die Kontrollwut des Staates im Internet ausspricht. In der Wirtschaftspolitik fordern sie „ein klares Bekenntnis zum Markt“, aber mit Regeln – und dem Gebot der Nachhaltigkeit.“

Interessiert deswegen, weil ich etwa 12.000 Menschen aus ganz Deutschland weiß, die sich für genau solche Ziele einsetzen und seit Jahren dafür kämpfen. Sie sind die Mitglieder der Piratenpartei, meines Erachtens die liberale Alternative zur FDP.

Gerne würde ich im persönlichen Gespräch mit Ihnen bzw. auch den anderen Mitgliedern des Dahrendorfkreises besprechen, wie wir Ihre o.g. Ziele in Deutschland verwirklichen können. Als Pirat ist mir letztendlich egal, unter welcher Flagge diese unbedingt notwendigen Korrekturen an unserer Republik stattfinden. Hauptsache, wir bekommen einen demokratischen, sozialen Staat, der allen Bürgern die Möglichkeit bietet, in Freiheit sich selbst zu verwirklichen und dabei die Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur voran zu bringen.

Über eine positive Antwort würde ich mich außerordentlich freuen und treffe mich sehr gerne mit Ihnen wo auch immer, wann auch immer. Bis dahin verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
Aleks A.-Lessmann
Politischer Geschäftsführer
Piratenpartei Deutschland, Landesverband Bayern

Wieso engagiere ich mich? Warum bin ich fast jedes Wochenende unterwegs für die Piraten? Was will ich damit erreichen?
Ich verrate euch was: es macht eine Menge Spaß.

Wir sind dabei, was neues zu erstellen. Wir sind dabei, Deutschland zu erneuern. Das macht den Etablierten mächtig Schiß. Wir sind weiter, als die Grünen zu diesem Zeitpunkt waren. Und da viele von uns bei den Grünen waren haben wir gelernt, wie die Grünen gezähmt wurden. Und arbeiten mit voller Kraft daran, es zu vermeiden.

Stellt euch vor, wir schaffen es, Deutschland zu ändern! Wir schaffen, was die Grünen verpasst haben: Eine andere Politik, ein anderes Miteinander, eine demokratische Republik, eine Republik der Gleichen. Eine Republik der Bürger.

Stell euch das vor: Wir blamieren die Etablierte bis auf die Knochen, die uns verkaufen wollen, dass Dilettantismus, Haßpredigen, Ungleichheit und Nachtreten Normalität sind und sein müssen.

Alleine das wäre es wert. Aber ich will mehr. Ich will eine Gesellschaft der Gerechtigkeit aufstellen – nicht der Gleichmacherei. Ich will die Trägheit und die Verkrustung aufbrechen, die uns seit Helmut Schmidt heimsuchen. Ich will Deutschland wieder ein Mal zu einem Beispiel dafür machen, wie man eine Gesellschaft aufstellt, in der soziale Gerechtigkeit gepaart ist mit Wohlstand, in der Gier was Negatives ist, in der Dummheit und Dilettantismus nicht als Maß aller Dinge gelten.

Und wenn ich mich umschaue, sehe ich lauter Menschen in Orange, die das auch wollen. Ich sehe eine weltweite Bewegung, die dem Muff einen Tritt gibt, und die bereit ist, die Energie einzusetzen.

Und das macht mir Spaß, und gibt mir Tag für Tag eine Menge Kraft, eine Menge Lust, trotz aller Bremser auch in unseren Reihen voran zu gehen. Deutschland erneuern, die Welt verbessern. Das ist die Quelle meiner Kraft, und dafür danke ich mein Glück und jeden einzelnen Piraten, der mir über’m Weg läuft.