(Auch wenn es nicht so aussieht, dieser Blogpost hat eine (gesellschafts)politische Komponente.)
TL,DR: BMW, wie alle anderen deutschen Autobauer, bauen überteuerte und technologisch rückständige Automobile für Dinosaurier. Wird Zeit sie ins Museum zu stellen. Wird Zeit, dass sie Platz machen für die nächste Spezies.
Das Leasing meines aktuellen Wagens, einem BMW, läuft aus. Also bin ich auf der Suche nach einem Ersatz, der mich zuverlässig von A nach B fährt. Ich schaue mich natürlich bei allen halbwegs zuverlässigen Herstellern um, auch beim Hersteller meines alten Wagens.
Grundsätzlich bin ich gut mit dem aktuellen Wagen gefahren, auch wenn wenn ich selbes von der Navigation nicht behaupten kann. Der Wagen erlaubt mir Kilometer zu schlucken und nicht allzu gerädert an meinem Ziel anzukommen. Mit entsprechend leichtem Optimismus ging ich zum BMW-Händler. BMW stellt sich ja immer dar als Autobauer für morgen, als Autobauer, der gute Autos mit modernster Technologie anbietet. Zum Beispiel den „Stromer“ BMW-i3
Als zukunftsgerichteter Mensch (schließlich bin ich Pirat) interessiert mich vor allem die Elektromobilität. Entsprechend habe ich auch den Tesla Modell S probegefahren. Eine schöne, angenehme Limousine, mit 480 Kilometern Reichweite je Batterieladung. In Ausstattung und Komfort findet sich der Tesla etwa zwischen einem 5er- und einem 7er-BMW wieder. Die gute Reichweite, über ca. 400 Km nehme ich eh lieber den Zug oder zur Not den Flieger. Und das Versprechen, die Batterie in einer 3/4 Stunde  per Starkstrom auf 75% aufgeladen zu bekommen (weitere ca. 300 Km), haben mich ebenfalls sehr positiv gestimmt. Zusätzlich gibt Tesla 8 Jahre Garantie auf die Batterien. Leider ist mir der Wagen letztendlich zu teuer. Zeigt aber dennoch, was möglich ist, wenn man nur will.
BMW bietet mittlerweile auch einen Elektrowagen (besagten i3). Doch verglichen mit dem Tesla ist dieser ein Witz: Mit dem Design eines Multipla, dem hässlichsten Wagen der Neuzeit, und einer Reichweite von nicht einmal 160 km, eignet sich der BMW mehr als Spielzeug denn als ernstzunehmendes Transportmittel. Allen Lobhudeleien in der Presse zum Trotz (man fragt sich, was den entsprechenden Journalisten zur Verfügung gestellt wurde, damit sie sich so positiv äußern) ist der BMW i3 eine Lachnummer. Schlechtes Design, miserable Reichweite, hirnverbranntes Verkaufskonzept. Der Wagen ist dafür konzipiert, zu scheitern – dafür also, um behaupten zu können, man hätte es versucht, nur „der Markt wollte ja nicht“. Diese Lachnummer, zusammen mit dem Kauf der Regierung Merkel durch die Familie Quandt, um eine EU-Festschreibung der CO2-Grenzen zu verhindern, zeigt, dass BMW ein „has been“ ist. Ein Dinosaurier, der den Knall nicht gehört hat, gemütlich und zufrieden in dem Teer stecken geblieben ist, der ihn konserviert. Ein _noch_ atmendes Museumsstück.
Dass die neuen Modelle von BMW mit Verbrennungsmotor verteuert wurden passt. Von irgendwo her muss das Geld ja kommen, welches die CDU finanziert. Wenn ich mir also vorstelle, dass Geld, das ich BMW in den Rachen schiebe, dazu dient, die CDU zu kaufen und am Leben zu halten, so sehe ich mich außerordentlich geneigt, einen anderen Autobauer vorzuziehen.
Nur, welchen?
Vielen Dank an @PiratenLama, @Drachenrose und @welcheinleben für das extensive Lektorat!

Ein Kommentar zu Auf der Suche nach der neuen Mobilität

  • @koehli55 sagt:

    Bewundernswert,wie du dich in den Geschmack und die Anforderungen an ein KFZ von 7 Milliarden Menschen hineindenken kannst. Ich könnte dies höchstens für 10 Menschen.

    Auch deine Berechnung liefert ein erstaunliches Ergebnis: Ein KFZ mit 3-facher Reichweite, evtl. auch 3-fachem Komfort, kostet mehr als 3-mal so viel wie ein i3. Trotzdem erkennst du die Überteuerung des i3.

    Ich Normalo werde demnächst wohl einen i3 fahren müssen. Vom Tesla träumen hilft mir halt nicht.

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