Nach seiner Gastrede auf der Konferenz „The Icelandic revolution, Wikileaks and the rise of the Pirates in Europe” zieht Aleks Lessmann, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Bayern, ein positives Fazit.
Von Deutschland bis Griechenland, von Estland bis nach Kasachstan, der Andrang auf der Konferenz, die am 1. und 2. September 2012 in Barcelona stattfand, war groß. Piraten aus insgesamt 22 Staaten tauschten sich über weitere Schritte zur Gründung einer Europäischen Piratenpartei aus.
„Die Veranstaltung war ein voller Erfolg“, freut sich Lessman, der als Direktkandidat der Piratenpartei des Wahlkreises Weilheim 2013 für den Einzug in den Bundestag kandidiert. Auf der Konferenz wurde u.a. beschlossen, den Sitz der Partei nach Brüssel zu legen, wo auch die Gründung stattfinden wird. Jede juristische Person und alle europäischen Piratenparteien können als Vollmitglieder beitreten. NGOs und anderen Parteien wird die Möglichkeit gegeben, Beobachter zu werden.
„Gerade der Austausch mit Birgitta Jónsdóttir, die über die Erfahrung Islands bei der Erarbeitung einer neuen Verfassung sprach, hat wichtige neue Eindrücke gegeben, wie sich das politische System ändern lässt.“
In seiner Rede sprach Lessmann auch über die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich, einem Thema, das unter den spanischen Zuhörern großen Anklang fand. „Die Arbeitslosenquote liegt in Spanien bei 25 Prozent, unter den Jugendlichen ist sogar fast jeder Zweite arbeitslos“, erläutert Lessmann das Interesse. „Die Menschen in Spanien erleben häufig gerade am eigenen Leib, wovon ich spreche.“ Circa 200 Interessierte beteiligten sich an der anschließenden Diskussion. Die Veranstaltung wurde gestreamt und fand in den regionalen spanischen Medien gute Resonanz.
Die Piraten sind mittlerweile in über 60 Staaten weltweit aktiv. Allein in Deutschland sind sie in vier Landesparlamenten vertreten, aktuelle Umfrageergebnisse prognostizieren für 2013 den Einzug in den Bundestag.

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