Liebe Leser,

ich habe am Samstag dem 12.09.2015 meinen Rücktritt aus meinem Amt im Bundesvorstand zum 30.09.2015 erklärt.

Die vielen Mosaiksteine an Gründen ergaben alle zusammen das Wort „RÜCKTRITT“, da es so einfach nicht mehr weiter gehen kann.

Der hauptsächliche Grund ist unser Versagen als Bundesvorstand, den Mitgliedern einen roten Faden zu geben. Ihnen einen Sammelpunkt zu geben, um die Partei voran zu bringen. Ich bin ein Teil des Problems, da es mir nicht gelang, den gesamten Bundesvorstand in diese Richtung zu motivieren.

Mit Alf Jarosch ist jetzt zudem das Fundament der Arbeit des Bundesvorstandes weggefallen. Jemand, der mit so enorm viel Energie dafür gesorgt hatte, dass die Partei endlich Fuß fassen konnte.

Ein weiterer, nicht unwichtiger Grund waren stetige Streitigkeiten zwischen den Vorsitzenden untereinander aber auch häufige Angriffe von deren Seite gegen andere Mitglieder des Bundesvorstandes, die immer wieder unter Zuziehen Dritter und auf dem Rücken Dritter ausgetragen wurden.

Wenn man Ziel solcher Aktionen ist raubt das unheimlich viel Energie. Energie, die ich im Bundesvorstand doch eher darin hätten einsetzen wollen, die Idee des sozialen Liberalismus sowie unsere hervorragende programmatischen Entscheidungen des ersten Bundesparteitages diesen Jahres voranzutreiben und den Menschen vorzustellen .

Als Selbständiger teile ich mir die Zeit ein zwischen meinen Kunden, dem bisschen Privatleben, das ich mir erlaube, und der Parteiarbeit. Wenn ich die Zeit für die Partei eher verwenden muss, um Angriffe abzuwehren dann bleibt keine mehr um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit dieser Partei aufzubauen.

Von dem Team, das mir dankenswerterweise bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit immer wieder geholfen hat blieben immer weniger Aktive Mitglieder übrig. Von einer Arbeit auf Bundesebene demoralisiert, die den Namen nicht verdient und an der regelmäßig gute Initiativen zerschellten.

Schließlich sollten sich die Mitglieder des Bundesvorstandes, allen voran die Vorsitzenden Gedanken darüber machen, wieso innerhalb eines Jahres fünf Mitglieder zurückgetreten sind.

Es ärgert mich, dass wir als Bundesvorstand der wichtigen Sache des sozialen Liberalismus einen Bärendienst erwiesen haben, in dem wir sie nicht voran getrieben haben.

Ich hoffe, ein neuer Bundesvorstand, der sich als Team versteht und als solches zusammenarbeitet, kann die verlorene Zeit zumindest in Teilen wiedergutmachen. Ich bin weiterhin der Meinung, dass sich in Deutschland, Europa und der Welt wieder die Idee einer Solidargemeinschaft von freien Menschen verbreiten sollte.

Dieser Idee hoffe ich beim Wahlkampf in Frankfurt und danach in Hannover Auftrieb zu geben. Ich werde sehr gern helfen, wo und wie auch immer ich gebraucht werde.

Liberale Grüße
Aleks Lessmann
Bundespressesprecher der Neuen Liberalen a.D.

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